
Die australische Sopranistin Caroline Wenborne ist derzeit Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und dort in der Spielzeit 2009/10 in folgenden Rollen zu hören: Gutrune, dritte Norne, Mascha und Chloe (Pique Dame), Gianetta, Königin von Schlummerland in Das Traumfresserchen und Erste Dame. Darüber hinaus übernimmt sie in dieser Saison auch die Zweitbesetzung verschiedener Hauptrollen, darunter Mimi, Contessa, Micaela, Amelia in Simon Boccanegra und Donna Anna. Mit letztgenannter Rolle war die Sopranistin im Sommer 2009 ebenso an der Victorian Opera in Australien zu erleben, in einer Neuproduktion von Don Giovanni.
Während der letzten Spielzeiten hat Caroline Wenborne ein umfangreiches Repertoire in Erst- und Zweitbesetzung gesungen. Dazu gehören die Rollen der Mimi, Barbarina, Kontessa, Fiordiligi, Antonia, Anna (Nabucco), Echo (Ariadne auf Naxos), Alice Ford, Marzelline, Jungfrau Marianne Leitmetzerin (Der Rosenkavalier), Dienerin (Simon Boccanegra), Fünfte Magd (Elektra), Ein junges Mädchen (Moses and Aaron), Clothilde (Norma) und Gerhilde (Die Walküre). Weitere Partien der Sopranistin an der Wiener Staatsoper umfassen Berta in Barbiere di Siviglia und Isotta in Die Schweigsame Frau. Zu den Höhepunkten vergangener Saisonen zählt eine Asien-Tournee mit der Wiener Staatsoper, wo sie unter der musikalischen Leitung von Maestro Seiji Ozawa die Barbarina in Le Nozze di Figaro gab.
An der Wiener Staatsoper bekam Caroline Wenborne Gelegenheit an der Seite herausragender Kollegen zu singen, wie Edita Gruberova, Juan Diego Florez, Leo Nucci, Agnes Baltsa, Maria Guleghina, Neil Shicoff und Nina Stemme und arbeitete mit renommierten Dirigenten zusammen, darunter Seiji Ozawa, Daniele Gatti, Adam Fischer, Donald Runnicles und Franz Welser-Möst.
Für ihre herausragende Darstellung der Gianetta in L'elisir d'amore erhielt Wenborne 2007 von der Wiener Staatsoper die angesehene Eberhart Waechter Gesangs Medaille. Nachdem die Sängerin 2006 in Berlin studiert hatte und 2007 den Förderpreis der Wiener Staatsoper verliehen bekam, wurde ihr dort sogleich ein Vertrag als Solistin für die Spielzeit 2007/08 angeboten. Damit ist Caroline Wenborne die erste Stipendiatin, die direkt anschließend in das Ensemble der Wiener Staatsoper aufgenommen wurde.
Als Gewinnerin des German Operatic Award wurde sie im September 2005 Mitglied des Young Artists Studio der Oper Köln und gab dort die Curra (La forza del destino), Diana (Orpheus in the Underworld), Slave (Salome) und den Hahn in Janacek’s Das schlaue Füchslein. Caroline Wenborne hat an zahlreichen Meisterklassen teilgenommen, unter anderem von Denis O’Neil, Inessa Galante, Malcolm Martineau, Helen York, Dame Joan Sutherland und Sir Donald McIntyre. Während ihrer Studien am Konservatorium von Sydney, wo die Sopranistin in der Abteilung Operngesang diplomierte, sang sie Fiordiligi, Contessa, Euterpe (Gluck’s Il Parnaso Confuso) und die Schneiderin (The Happy Prince) und konzertierte mit Strawinsky’s Les Noces und Brahms’ Ein Deutsches Requiem. Wenborne war Finalistin in den renommiertesten Gesangswettbewerben Australiens, wie dem Covent Garden Scholarship, Music Teachers’ Association Singers Festival, City of Sydney Opera Awards, Werner Baer Memorial Award und dem Metropolitan Opera Award. Sie gewann den Lady Galleghan Award, Ian Potter Cultural Trust Award, Helpmann Foundation Award, Bathurst Operatic Aria 2003 sowie das Stipendium der International Opera Plus Summer School in Belgien.







